Minimalismus Forum: Tipps und Ideen für Einsteiger

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Ausgemistet hab ich fast alles, nur beim Freundeskreis nie

Hey Leute, ich lese hier schon länger mit und dachte, das hier passt gut zu euch. Bei mir hat der Minimalismus vor drei Jahren beim Kleiderschrank angefangen, dann Küche, dann der Kram im Keller. Ausmisten kann ich mittlerweile im Schlaf. Bei einem Bereich hab ich mich aber nie rangetraut: an meine Kontaktliste.

Ich hatte gefühlt hunderte „Kontakte“ gesammelt, mit denen ich alle paar Monate mal ein Herzchen unter einem Story-Post ausgetauscht hab. Viel Fassade, wenig Substanz. Als ich mal ehrlich durchgezählt hab, waren es vielleicht vier Menschen, bei denen ich mich wirklich gesehen gefühlt hab. Der Rest war digitaler Ballast, genau wie die Kabelkiste, die ich letztens entsorgt hab.

Vor kurzem bin ich über das Buch „Fuck Einsamkeit“ gestolpert (100 Seiten, gedruckt, kein E-Book). Die Kernidee passt erstaunlich gut zum Minimalismus-Gedanken: Bevor man draußen weiter Kontakte sammelt oder aussortiert, lohnt sich der Blick nach innen. Ohne stabile Beziehung zu sich selbst bleiben auch die wenigen echten Verbindungen wackelig. Kein Versprechen auf Knopfdruck-Glück, eher ein Denkanstoß mit Struktur, den man selbst umsetzen muss.

Aktuell gibt’s das Buch nur gegen eine Versandpauschale von 7,99 €, dazu zeitlich befristet Zugang zu einer Community und einem 10-Tage-Kurs mit kleinen täglichen Übungen. Falls es jemanden interessiert: hab’s hier gefunden.

Wie macht ihr das eigentlich? Habt ihr euren Bekanntenkreis auch mal bewusst verkleinert, so wie man einen Kleiderschrank ausmistet, oder wäre euch das zu radikal?

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